farb-koerper
Farb-Körper 07

Das Jahr 1997 war für Agnes Voigt bestimmt durch ihre Arbeit an den Vulkanstein Farb-Körpern.
Es galt der Entstehung des Vulkansteins, diesem Symbol weiblicher Erotik, nachzuspüren.

Farb-Körper 03

Das Material: in Gipswasser getränkte Textilien, Eitempera, Pigmente.
Aus der sich faltenden und um sich herum geschlagenen Mitte wuchsen körperhafte, dem Vulkanstein ähnliche Gebilde, die geschlossen, aufgebrochen, gefältelt, vernäht, kopfig, fruchtartig und organisch, sich in die Größe zweier Hände fügen.

Welch seltsames Gefühl war es, den noch weichen und schmiegsamen Stoff, der während der Trocknungsphase warm, fast heiß wird, mit liebkosender Kraft zu formen.

Farb-Körper 06
Farb-Körper 04

Es begann ein Wettlauf mit der Zeit. Den endgültigen Zustand bestimmte die Härtung des Gipses. Es ist der entscheidende Moment des "rien ne va plus".

Farb-Körper 01

Die Malerei brachte diese neu erschaffenen noch kalkweiß blässlichen Geschöpfe zum Leben, denn aus dem Inneren folgen die Farben den Windungen der rosenhaften Chaoswirbel und lassen sie leuchten.

Farb-Körper 07

Das Formen mit den Händen, das Vernähen des Gewebes, das Bemalen der Höhen und Tiefen der Oberflächenstrukturen, das Zusammenführen von Plastik und Malerei und schlussendlich das Begreifen der Farb-Körper, dieses Spiel und rauschhafte Tun treibt Agnes Voigt in neue Gedankengänge und führt sie in immer tiefere Schichten des Vulkansteinthemas.


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